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Sportklettern in Burgund

 Vom 19. bi 24. August 2010 fuhr ich zusammen mit meinem Nachbarn nach Burgund in Urlaub. Ziel war es soviel geklettert zu bekommen wie es geht, doch wie immer kam es anders. Schon bevor wir losfuhren stellten wir fest, dass für unser vorhaben wichtige Sachen wie Isomatte, Schlafsack usw. schon von Florians Vater mit nach Frankreich genommen wurde und wir halb hilflos da standen.

Somit mussten wir umdisponieren und beschlossen, statt auf dem hinweg bereits zwei Kletterziele an zu fahren und dort zu biwakieren direkt nach Collonge bei Buxy zu Florians Ferienhaus zu fahren und noch am gleichen abend die felsen direkt vor der Haustüre zu beklettern. Jedoch machten Staus und ungeschickte Routenplanung uns auch dies zu Nichte. Spät am Abend eingetroffenluden wir das Auto aus und machten uns in der dunkelheit auf zumindestmal einen Blick auf unser erstes Ziel zu richten. im dunkeln einen Felsen mitten in der Pampa zu finden ist nicht gerade einfach, jedoch fanden wir ihn und inspizierten voller Vorfeude das Gelände und die Routen. Wieder am Ferienhaus angekommen machten wir unsere Betten, Tranken mit den Alten Herrschaften noch ein wenig Pastis und legten uns recht früh schlafen.

Am kommenden Morgen ging es dann direkt nach ausgiebigem Frühstück nach Culles Les Roches und wir machten uns ans Werk. Kein hoher Fels, jedoch schön gelegen, direkt mit dem Auto zu erreichen, kleiner Grillplatz und ausgiebige Routen in Mittleren Schwierigkeitsgraden. Genau das Richtige zum Einstieg!

Später des Tages ging es nach Saint Denis, wo wir aufgrund der vortgeschrittenen Uhrzeit nur eine Route machten, noch ein Paar Seiltechniken übten und uns dann aufgrund des eher unattraktiven Felses schnell wieder auf den Heimweg machten.

Nun kam Cormont dran, mein Persönlicher vavorit, 30m hohe Wände, alles sehr steil und äußerst viele Routen. einziger Nachteil ist, dass die meisten Routen ganztags in praller Sonne liegen.

Abends ging es dann nach Lyon um ein wenig das Französische Nachtleben kennen zu lernen, jedoch hatte alles sehr früh zu und wir auch nach zehnmal verfahren kaum noch lust, weswegen wir dann recht früh wieder zurück nach Solutré bei Macon fuhren und dort unser Biwak aufschlugen.

Solutré war recht interessant aufgrund seiner Geschichte und dem Herrausstechen des Felses in der Landschaft. Jedoch hatte ich hier ein sehr einschneidendes Erlebnis, da mich, als ich Florian gerade im Nachstieg sicherte, hunderte Insekten attakierten und wir aufgrund meines seelischen Zustandes, als der Angriff ausgestanden war, den Rückzug in heimische Gefilde antraten.

An unserem letzten Tag ließen wir es gemütlich angehen und machten eine ausgiebige Fahrrad Tour. Abends fuhren wir wieder nach Culles Les Roches und kletterten dort noch ein wenig um das Ende des Urlaubes gebührend zu zellebrieren.

Alles in allem eine lehrreicher und interessanter Urlaub mit Höhen und Tiefen. Nächstes mal wissen wir dann wie es richtig geht.

Zu jedem Tag und Fels werde ich in den Kommenden Tagen noch einen Artikel Verfassen und diese dann hier verlinken.

Die Bilder sind nun schon alle fertig und wie du bestimmt schon gesehen hast als Galerie unten angehängt :)

In diesem Sinne, machts mal gut!

Gruß

André

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3 Gedanken zu „Sportklettern in Burgund“

  1. Hi Andre,
    ich lese gerade deinen Bericht zum Klettern im Burgund.
    Ich überlege mit einem Freund die Woche über Pfingsten klettern zu gehen. Habe bisher noch nicht soviel "Felserfahrung"...dafür reichlich Halle, auch mit Vorstiegsschein etc. Vorstieg im 6. Grad, im Toprope bastel ich an 7+
    Will endlich mehr draußen klettern (Ich wohne im Ruhrgebiet, da ist halt einfach schlecht...keine Felsen in näherer Umgebung). Burgund hört sich so an als wären die Hakenabstände echt human, also gut gesichert. Kannst du das bestätigen?
    Blöde Frage...der Kletterfüherer Onsight Bougogne ist vergriffen...würdest du deinen Verleihen/Verkaufen kurzfristig??
    Lieben Dank für ein paar Infos. Kannst du einen Campingplatz empfehlen?
    Viele Grüße
    Melanie

    1. Hey Andre,
      wir haben das selbe Problem. Würde gerne über Pfingsten mit nen paar Kollegen mal wieder an guten Fels. Allerdings haben wir keine mobilen Sicherungsmittel und wüssten gerne mehr über die Bohrhakendichte in Burgund;-)
      Grüße, Tom

      ps.: @Melanie. Richtung Köln gibts einige gute Felsen und sonst im Rhein-Main-Gebiet (Kletterführer von panico) und etwas weiter fränkische Schweiz. Das lohnt sich vieleicht auch mal für nen Tagesausflug;-)

  2. Hallo,

    ich weiß leider nicht wie ich es anders ausdrücken kann, aber Burgund liegt in Frankreich und ist auch typisch französisch gebohrt.

    Dies bedeutet, dass es beinahe so gut oder schlecht, je nachdem wie man es nimmt, die Hakenabstände wie in einer Kletterhalle sind. Man hat eigentlich immer alle 1-1,5m einen soliden Bohrhaken.

    Auch benötigt man eigentlich keinen Kletterführer, da man die Routen von unten sehr gut in ihrer Schwierigkeit einschätzen kann und man sehr selten böse Überraschungen hat.

    Gruß
    André

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