Fotografie

Seit November 2009 bin ich unter die Amateurfotografen gegangen und erfreue mich seither einer Menge neuer Erfahrungen. Durch die Optik einer Kamera sieht man die Welt ganz anders, man nimmt sie anders wahr, entdeckt dort Motive, wo man sie nie geahnt hätte und kann die natürliche ansicht eines Objektes so manipulieren, wie man es möchte. Das Vorstellungsvermögen und die Transferleistungen bei der Betrachtung seiner Umwelt stellen hier einen wesentlichen Aspekt dar, mit dem man herrlich spielen kann.

Ich fing mit einer Nikon D90 an. Ich entschied mich für diese, aufgrund der hohen Abbildungsleistungen des Sensors, der mit dem der D300 gleich ist und damit Nikons bester APS-C Sensor ist. Ein APSC sollte es schon sein, da ich weder gewillt war den Preis einer Digitalen Vollformat zu bezahlen, noch mehr Geld aus zu geben um hohe Brennweiten zu erreichen. Die D300 war mir vom Gewicht her zu schwer und aufgrund der nur geringen Leistungsunterschiede auch zu teuer. Im Kit war ein 18-105mm 3,5-5,6f digitales und Bildstabilisiertes Objektiv von Nikon.

Diese Kamera brachte mir sehr viel Spass ein, wodurch ich recht schnell lernte immer bessere Bilder zu machen. Jedoch staß ich sehr schnell an die Grenzen des Objektivs, wodurch ich mich aufgrund meiner Präferenzen entschied, mir eine Porträt Festbrennweite zu zu legen. Dabei schwankte ich zwischen 35mm (52,5mm KB) und 50mm (75mm KB). Nachdem ich ein 50mm einige Tage ausprobiert hatte griff ich direkt zum 35mm mit 1,2f Blende. Ein solch Lichtstarkes Objektiv brachte mir genau die Vorteile gegenüber einer Kompaktkamera, die ich erzielen wollte. Die Abbildungsleistung des speziell auf Digitalkameras zugeschnittenen Objektivs haute mich schlicht vom Hocker. Nun Annektierte ich noch von meinem Bruder seine alten, analogen Tamronobjektive mit 28-80mm und 80-225mm und Nikonbajonett und brachte mein Equippment damit auf ganz neue Dimensionen.

Auf meiner APS-C bedeutete dies nun, dass ich in Kleinbild mit normaler Lichtstärke von ca. 3,5-5.6f einen Bereich von 27mm bis 337,5mm abdeckte, was für meinen kleinen Geldbeutel schon recht stattlich war.

Um nun im Porträtbereich vernünftig aufnahmen zu machen kam noch ein Batteriehandgriff dazu, um die Kamera aufrecht haltend, ergonomischer nutzen zu können und notfalls auch normale Batterien nutzen zu können.

Da die Oberen Bereiche zufriedenstellend abgedeckt waren suchte ich nun nach einem guten Weitwinkel Zoom und entschied mich für den Preisgünstigen 10-24mm 3,5-4,5f von Tamron, der zwar keine gute Lichtstärke hat, allerdings im Preis-Leistungs-Verhältnis mir vollauf genügte.

Mit vielen Kleinigkeiten, über Filter, Stative und Reflektoren ging es weiter bis zum Metz Blitz 58 AF-1 digital, der sowohl als Master, als auch als Slave arbeiten kann und eine gute Ergänzung bietet.

Zu guter letzt nutze ich nun seit einigen Wochen eine analgoge Mittelformatkamera, eine Hasselblad 503cx mit einem 80mm 2,8f Zeiss Planar, die mir unglaublich viel Spass bereitet.

Die Welt sieht durch einen Lichtschacht wesentlich klarer aus, als sie in Wirklichkeit ist!

Gruß

André

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