Segeltörn-2011-T2-0010

Logbucheintrag des Kapitäns Tag 2

Geweckt durch einen Specht, der an unseren Mast hämmerte, schlug ich der Crew als erste Amtshandlung vor, diesen zu erschießen. Nun war es Zeit für unsere morgendliche Stärkung (das Spätstücken, das für die kommenden 10 Std an Ernährung ausreichen musste). Bei dem morgendlichen Ritual wurde zum Besten gegeben, dass zwei Personen, die namentlich nicht genannt werden wollten, bereits 10 km gelaufen sind. Sara und Jonathan haben also große Teile der Insel Langeland schon am Morgen erkundet und von Land aus die Leuchttürme erkundschaftet.

Als der Hafen leer war und wir vorzüglich gespeist haben, entschlossen wir uns die Segel zu setzen und um unser „Kap Horn“ von Langeland herum zu segeln. Unsere Stärkung vom eben genannten Spätstück hielt jedoch nicht sehr lange, so dass wir sämtliche Süßigkeiten Vorräte vernichten mussten. Achja …RASMUS …ein wenig zu spät, aber immer noch innerhalb der ersten halben Stunde wurde der Seegott mit einem kräftigen Schluck Jim Bim erst über meinem Arm und dann in die See begrüßt. Dies wurde heute mit einem Begrüßungsspruch vom Sebastian begleitet.

Gegen Mittag machte sich Sebastian auf in die Pantry um uns etwas Leckeres zu essen zu zaubern. 5 Minuten später konnten wir unsere Suppe bei leichtem Regen und gefühlten Minusgraden aus einer Tasse schlürfen. (…Wir gewinnen also das Duell „Kochen gegen Lieferservice“ 😛 ). Bei diesem Thema entstand direkt eine Diskussion über Runde Plattformen auf See, die Pizza verkaufen. Verkappte Architekten planen schon die Lage der Straßen und Häuser in Form von Belägen der Pizza.

Abnehmender Wind aus südlichen Richtungen zwang uns die Segel zu bergen und die letzten Meilen nach Nyborg unter Motor zurückzulegen. In Nyborg angekommen gefiel uns der Anleger von Jonathan so gut, dass wir diesen direkt ein zweites Mal sehen wollten. Am zweiten Liegeplatz hatten wir auch Strom, so dass wir unsere Bordbatterie aufladen konnten. (dazu muss man sagen, dass diese mitten auf See, durch mysteriöse Umstände in der Steuerbord Achtern Kajüte ausgefallen war).

Alles in allem war es wieder einmal ein genialer Segeltag und ein feuchtfröhlicher Abend, der nun noch mit einem Nachtspaziergang gekrönt wird.

Gestern kamen wir gegen 19:00 im Hafen an. Wir haben noch schön gegrillt und es uns einfach gut gehen lassen, während uns die Mücken auffrassen.

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