Durchs Höllental auf die Zugspitze

Ich möchte euch nun nicht länger vorenthalten, wie ich die Zugspitze bestiegen habe.

Vier Uhr morgens ist verdammt früh, nachdem ich geduscht, meinen Rucksack auf Vollständigkeit überprüft und Meine Kleiderwahl getroffen hatte, hockte ich mich mit meinem Vater zusammen gegen fünf Uhr frühs ins Auto. Gegen Sechs kamen wir dann in Hammersbach an. Ich wechselte die Schuhe, holte die Wanderstöcke raus und los gings bei 700hm. Nachdem ich dort an kam, wo meines Wissens der Weg beginnt, Ging ich in den Wald. Nach kurzer zeit kam eine Absperrung und ich dachte mir nichts bei, da nebendran schon schwere Wegspuren waren. Nach kurzer Zeit ein Gebäude hm, komisch und dann nach ein paar Minuten stand ich mitten im Wald. Zurückgehen? Ich?!  Stirnlampe an und ah, da sind ja ein Paar Trampelpfade. Dem Gehör nach und die Karte in Errinnerung rufend entschied ich mich für den Sinnvollsten. Nachdem ich nach relativ kurzer Zeit mitten im Wald stand und es schon schwer steil geworden war, beschloss ich Sinnvollerweise bergauf zu gehen und das beste zu hoffen. Irgendwann kam ich dann auch auf einen Weg und entschied meiner orientierungnach nach links zu gehen, war jedoch leicht verwundert dass es bergab ging. nach einigen hundert Metern kamen mir dann auch schon ein paar Leute entgegen, die mich nach kurzem Gespräch darüber aufklärten dass ich schon weiter sei als gedacht, nur eben in der falschen Richtung. Na klasse dachte ich so bei mir, und heftete mich an deren Fersen. Da mein Tempo etwas langsamer war fiel ich stetig aber sicher zurück, jedoch konnte ich an manchen Stellen wiederBoden wett machen.

Gegen 7:30 kam ich dann fast gleichzeitig mit dieser Gruppe an der Höllentalklamm Eingangshütte (1047hm) an und machte erst einmal Pause! Meine Blasen wollten Versorgt sein. Da Aufgeben zumindest nicht so früh auf der Tagesordnung stand Tapete ich mir mit Pflaster aus meinem Erstehilfeset die Hacken ab, Aß einen Energieriegel und dachte so bei mir, da es ja mittlerweile hell ist könntest du ja so langsam die Kamera auspacken. Als ich die Kamera in Händen Hielt wollte ich ein Bild machen und nichts ging?! Komisch, nochmal alles nachgesehen, nee Akku iss noch Saft drauf.... Und dann erblickte ich das Übel "[ -E- ]" MIST! Keine Speicherkarte :( verdammt! frustriert machte ich ein paar bilder mit dem Handy und weiter gings durch die Atemberaubende Höllentalklamm! Manche gehen obendrüber, aber wenn man keine Angst hat nass zu werden lohnt es sich unten durch zu gehen. es sind mehrere hundert Meter Tunnel in den Fels geschlagen, die man auch nutzen sollte, da in der Klamm stellenweise eine Hohe Steinschlag Gefahr herrscht. Wenn einem jedoch so wie mir der Anblick das Risiko wert ist, kann man da wo es geht draußen lang gehen. Hunderte Wasserfälle in der Bach und kleine Bächlein die einige Meter über den einem in die Klamm einströmen und unter denen man stellenweise durch muss muss sind ein grandioses Naturschauspiel! Leider kann ich die Klamm nicht mit anderen Vergleichen, aber sie wird mir mein Leben lang in Erinnerung bleiben! Nach der Klamm muss man mit einer Brücke über den Hammersbach. Dort sind einige alte Stahlbeton Reste, die ich leider nicht genau Identifizieren konnte, wohl aber einmal zu einem Wanderweg, einer Straße oder den Wehr nach zu urteilen am wahrscheinlichtesten zu einer Wasserversorgung gehörten. Nach einigen Hundert Metern den Weg entlang stetig aufwärts verschwand der hammersbach aus seinem angestammten Bett und man vernahm nurnoch das Rauschen hinter einem kleinen Hügel im Tal. Dort kommt die Hammersbach als neuer Quell wieder aus dem Talkessel hervor und nur bei Tauwetter ist das Bachbett oberhalb der Erde gefüllt, um die Wassermassen aufnehmen zu können. nach einer weiteren Brücke über das hier nun trockene Bachbett ging es in Serpentinen den Berg hinauf, bis es schließlich flach Richtung Angerhütte ging. Hier fiel mir ein, dass ich ja die Speicherkarte meines GPS für die Kamera missbrauchen könnte also GAS! Rucksack runter voller freude die Kamera raus gekramt und Oo?! Was soll das nun?! Akku leer! Ein stiller aufschrei, alles wieder eingepackt und frustriert, trotzig weiter.Nach einer weiteren Brücke und einigen Metern auf der anderen Seite kam ich an die Angerhütte (1387hm). Intelligenter weise hätte ich hier meine Wasservorräte auffüllen und Frühstücken sollen, doch ich entschied mich weiter zu gehen, da es mir gut ging und meine Vorräte noch gut gefüllt hätten sein müssen.

Also Weiter, wieder über das Trockene Bachbett auf der anderenseite durch ein kleines Waldstück in Richtung des ersten Klettersteiges. Entfernungen sehen in den Bergen wesentlich kürzer aus als sie es sind, Höhenmeter und Laufstrecke sind auch hier länger als die Luftlinie und vorallem durch die stetig, wenn auch kaum merklich dünner werdende Luft wesentlich anstrengender als gedacht. Das Zeitgefühl verloren hoffte ich, dass meine Geschwindigkeit mich rechtzeitig bei meinem Vater, der oben auf der Zugspitze warten würde, ankommenlässt und wir noch gemeinsam etwas die zugspitze genießen können bevor es dann mit der Seilbahn abwärts geht. Natürlich machte ich mir unnötig Sorgen, jedoch wollte ich es unbedingt schaffen! Also riss ich mich am Riemen und gab Gas! Am Ende des richtigen Wanderweges war leichte Kletterei angesagt. Steil ging es in Richtung Klettersteig empor. Es war kaum noch ein Weg zu erkennen, nurnoch vereinzelte Markierungen. Also suchte ich mir wie so viele andere auch einen eigenen Weg. Meistens schwerer als es hätte sein müssen. Während des ganzen Aufstieges hatte man einen wundervollen Blick auf den min. hundert Meter hohen Wasserfall, den die Hammersbach vom Gletscher kommend durchfließt, nur um dann im losen Gestein des trockenen Bachbettes zu versickern.

Am Klettersteig angekommen (1.600hm) schnallte ich mir meinen Gurt um, Helm auf den Kopf und das Klettersteigset an den Gurt. Ich aß noch etwas und trank. Noch war etwas in meiner Trinkblase drinen. Nach ein paar Metern Kletetrsteig, die nach dem einstieg eher einem gesicherten Wanderweg ähnelten, kam der erste Teil des unteren Steiges, die "Leiter". Sie ist wirklich eine Leiter und führt geradewegs über eine mit tritten versehene Reibungsplatte höchster Schwierigkeit (nach UIAA beim Klettern), über die ganz zart Wasser floss, hinauf in Richtung Brett. Einige Meter einfachen klettersteiges kommt das "Brett". Von der Schwierigkeit ist das Brett nicht besonders Anspruchsvoll, jedoch ist es nicht jedermanns Sache eine doch erhebliche Strecke auf Stahlstifen über eine Steil abfallende Platte zu Queren. nach dem Brett noch eine schöne Verschniedung, die schon fast ein Kamin ist, geht es dann oben Raus und nach einigen weiteren gesicherten Metern endet der Klettersteig fern ab jeder Kanten auf so 1.800hm.

Einige Meter weiter oben, abseits eines Zuges, so nennt man die steil abfallenden Geröllfelder bzw. Schütte an der Zugspitze (daher kommt auch ihr Name), machte ich bei ca. 2.000hm Rast und wollte meine Batterieen auffrischen. Nach einigen Zügen aus meiner Trinkblase war diese Leer und ich Brach meine Trinkflasche an. Den Rest schütete ich dann in die Blase. Einen Energieriegel, eine Zigarette und einer Harnblasenentleerung weiter begab ich mich wieder auf den Weg das Höllental hinauf. Schnell Merkte ich, dass die Zigarette keine gute Idee war. Ca. auf der Mitte des Weges zum Gletscher bei rund 2.100hm ging nun meine Trinkbalse zur neige. Hinaufblickend und die ersten Gruppen den Gletscher erklimmend, kam ich in eine Kriese, ob ich nicht doch besser umdrehen sollte. Nach einem harten Kampf mit mir selbst und der Unterstützung eines auch einsamen Wanderers raffte ich mich auf und es ging weiter.

Irgendwann, nach einer gefühlten Ewigkeit, kam ich am Gletscher an. Kurz gesammelt Steigeisen ausgepackt und weiter! Der Höhenmesser zeigte rund 2.300hm an. Der Gletscher hat gut 100hm, eher 200hm, also auf! Die Steigeisen baten einmaligen Halt und dank des gut begangenen Pfades kam ich ohne Probleme an den Spalten vorbei. Es war ein sehr interessantes Erlebnis einen Gletscher hinauf zu gehen und ich konnte hier viel Zeit gut machen, ich habe nirgendwo auf dem Weg so viele Höhenmeter in so kurzer Zeit gut gemacht, wie auf dem Gletscher. Im oberen Teil lag noch eine Menge Schnee und überall waren Schneebrücken über recht kleine Spalten.

Endlich am letzten Abschnitt angekommen! Der Höllentalklettersteig hinauf auf die Zugspitze. Ca. 13km und 2400hm hinter mir, den "Einstieg gepackt"! Es ist beim Klettern immer wieder das gleiche, um irgendwo klettern zu können muss man schon eine halbe Weltreise hinter sich bringen um seinem Sport nachgehen zu können. Klettersteig gehen ist zwar kein Klettern, jedoch wenn man alleine ist und keinen Seilpartner hat und nicht gerade in unbekannten Routen Free Solo gehen möchte, ist ein Klettersteig eine gut Alternative. Langsam bekam ich Durst, doch ignorierte es, eine schlechte Idee! Hier hätte ich gut, mit Schnee meine Trinkblase füllen und sie Außen befestigen können, damit die Sonne im Klettersteig den Schnee hätte schmelzen können. Wie gesagt, eine schlechte Idee, bzw. die andere Methode viel mir erst Abends ein. Dies lag wohl daran, dass ich schon leicht dehydriert war und zuwenig gegessen hatte. Später sollte mich dies noch vor meine Finale Herrausforderung stellen. Noch war es eine Wanderung ohne Entbeehrung und nur durch Schmerzen überschattet die meine Wanderschuhe hervorrafen, doch sie waren noch erträglich.

Also auf, die letzten 600hm bis zum auf knapp 3.000hm gelegenen Gipfelkreuz! Der neue, aufgrund des schmelzenden Gletschers jährlich umgesetzte Einstieg, liegt oberhalb der Randkluft. Dank der frühen Schneefälle dieses Jahr, war die rund 1,5m breite Kluft gut mit Schnee gefüllt und daher der Steig sehr gut zu erreichen. Die erstem Meter zum alten Einstieg waren schon eine Herausforderung, da es eine stellenweise stark überhängende Querung war. Der Einstieg führt dann auf eine relativ flache ungesicherte Stelle, in der ich um mir Zeit und Energie zu staren eine UIAA 4- Platte einfach hoch ging und damit einen ganzen Klettersteigabschnitt einfach aus lies. Danach ging es zum schwersten Part der ganzen Route, mehrere leicht überhängende Stellen, bei denen man nur auf alten, verrosteten Eisenstiften steht und den einzigen Halt das Stahlseil bietet. Zwischenzeitlich muss man sich auch am Seil aufschwingen. Anschließend einen breiten Kamin über Eisenstifte durchqueren und danach eine Verschneidung an Eisenklammern zu durchsteigen. Geschafft, ein harter Part und gut 200hm der 600hm hinter mir. Nun machte sich die Dehydrierung bemerkbar. nichts ging mehr. Die Schuhe brachten mich nervlich fast um! ich musste eine Pause machen und ließ zwei Jungs an mir vorbei. In meiner Verzweiflung bat ich sie um Wasser und sie gaben mir etwas ab! ich war erleichtert ein Paar Schlucken reichten mir um wieder einen klaren Kopf zu bekommen, jedoch nicht für mehr. Also machte ich noch ein wenig Pause sammelte mich und bekam immer mehr Angst, dass ich es nicht, bzw. nicht rechtzeitig schaffe. Irgendwann gelangte ich an den Punkt an dem ich mir sagte, dass es doch egal sein und begab mich weiter auf den Weg. keinen großen eigenen druck im Nacken, nur noch das Gefühl, "Verloren" zu haben im Bauch. nach einigen weiteren Höhenmetern holte ich auf die beiden Jungs auf, die hinter einer anderen Gruppe fest hingen. in meinen Schuhen hielt ich es nicht mehr aus und nutzte die gelegenheit um auf meine Kletterschuhe zu wechseln die ich sicherheitshalber mitgenommen hatte. EINE ERLÖSUNG! Schmerzfrei, nurnoch erschöpftging es weiter. schnell holte ich die Gruppe ein, vor der die Jungs festgehangen hatten, sie haben sie scheinbar überholt bekommen. Der Bremsung durch die Gruppe dankbar blieb ich hinter ihnen. Meine Geschwindigkeit erhöhte sich durch die Kletterschuhe und fehlenden Schmerzen merklich. Reibung zu treten und Tritte zu haben, wo mit Bergstiefeln keine sind, macht sich extrem bemerkbar. Nun kam wieder ein anderes Problem, Schnee! Denn mit den Kletterschuhen trennte meine nackten Füße nur eine dünne Gummilage vom Schnee. Zuerst dankte ich dem Schnee, denn meine Füße schrumpften merklich und die Blasen und Druckstellen wurden gut gekühlt, doch Später, oben, als die Sonne weg war, merkte ich, wie meine Sohle an der, der Schuhe fest fror. Auch, dass ich hier und da mit den Kletterschuhen wegrutschte war mir egal, denn ich wollte die Stiefel einfach nicht wieder anziehen!

Noch 200hm von der Spitze entfernt kommt man auf den Riffelgrat. Keinen Meter von einem entfernt stürzt die Felswand gut 1.500hm in die Tiefe Richtung Eibsee. Jedoch ist der Blick auf den Eibsee, der in allen Farben von tief Blau über Türkis zu Grün und Braun am Rand leuchtet wieder ein Lichtblick! Genau deswegen geht man einen solchen Weg! Mit der Seilbahn als Tourist zu fahren ist einfach, jedoch sollte man sich bewusst sein, dass durch die Seilbahn, und das Zugspitzplatt die Natur zerstört wird, es unnatürlich ist und genau wie Windräder es die Landschaft verschandelt. Am Riffelgrat muss man auch ein paar Meter ungesichert zurücklegen, was schon nicht einfach ist, wenn man möchte kann man sich hier jedoch auch mit Bandschlingen beholfen gut absichern. Doch ich wollte eigentlich nurnoch hoch und die Kiste hinter mich bringen, also ging ich die drei meter einfach ungesichert. in den letzten höhenmetern verlor ich auch mein letztes bischen Zeitgefühl noch und war dann, als ich oben am Jubiläumsgrat an kam überrascht schon oben zu sein.

Der Rest der geschichte ist eher unspäktakulär. ich ging weiter bis ans Gipfelkreutz, regte mich über die Massen an Touristen auf, die alle ungesichert da oben rumliefen und genoss für ein paar Minuten den Ausblick. Stieg dann wieder ab, zum Zugspitzplatt und suchte meinen Vater. Zuerst trank ich ein großes Glas Cola auf ex, um wieder zu Kräften zu kommen, ruhte mich aus, bestellte dann noch ein Weizen (das hatte ich mir redlich verdient) und einen Rehgulasch mit Rotkohl und Semmelknödeln. Alles super, gigantisch, lecker (meine Ansprüche waren in dem Moment auch nicht mehr wirklich hoch) neu gestärkt zog ich andere Schuhe an, die mein Vater mitgebracht hatte und packte allen Krempel in den Rucksack. Schnell kaufte ich mir beim DAV noch eine Zugspitzanstecknadel für meinen neuen Wanderhut und dann ging es auch schon abwärts. Wir erwischten noch die vorletzte Seilbahn und waren froh runter zu kommen, da aufgrund des großen Andrangs auf der Zugspitze schon Stundenlang durchsagen gemacht wurden dass die leute langsam wieder runter fahren sollten, da das sonst später nicht mehr geht.

Die Seilbahnfahrt war ganz witzig, da auf den 2.000hm nur Zwei, ZWEI, Stützen bis zur Talstation waren. Auch das über die Stützen zu fahren war witzig, da man nach den Stützen das Gefühl hatte ein paar Meter im freien Fall zu sein.

So, nun aber genug! Ich werde den Text die Tage nochmal überarbeiten, ggf noch irgendwie Illustrieren und dann endlich abschließen 😉

Gruß

André

Zu Fuss auf die Zugspitze

Welchen weg sollte ein normaler Mensch zum Dach von Deutschland wohl wählen? Am besten die Seilbahn! Doch fern ab von normal, wollte ich "per pedes", sprich zu Fuß, in meiner geistigen Umnachtung, die Zugspitze erreichen. Doch selbst dies ist noch nicht all zu ungewöhnlich, denn viele gehen dann die immern och recht anspruchsvolle Rheintal Route, oder die Eibseeroute über den Stopselsteig. Doch die heißen ja auch nicht alle André 😉 ich muss natürlich über das "Höllental"! Naja, wird schon nicht so schlimm sein, der Name ist ja meistens nicht Program, also mal weiter lesen, die Bilder sehen ja interessant aus, übernachten auf der Hütte bei 8h gesamter Tourenlänge, da steh ich einfach früh genug auf. Alles in allem Endete es nun darin, dass ich, der werte Herr André, undbedingt mehrere Sachen am gleichen Tag auf einmal tun musste: Seinen ersten Klettersteig direkt in zwei insgesamt 1.000 Höhenmetern hohen Klettersteigen der zweithöchsten Schwierigkeitsstufe und leichten Schneefeldern beginnen. Sich das erste mal über einen Gletscher bewegen und das direkt über den Spaltenreichsten Gletscher der Zugspitze und gut 300 Höhenmetern. Und schließlich seine erste Alpine Wandertour mit weiteren 1.000 Höhenmetern machen. In der Summe heißt das rund 20km Strecke auf 2.300 Höhenmetern mit Klettersteig, Gletscher, Klamm, schwer ausgesetzten Stellen, Free Solo Kletterabschnitte in UIAA 3- und schließlich einige Meter über Grade die eigentlich nicht begehbar sind mal so zum Einstieg in das gebiet Klettersteige und Bergtouren.

Doch eins ist dabei zu beachten! Ich habe wochenlange Recherchen hineininvestiert mir alles angelesen und meine Erfahrungen aus meinen Klettererlebnissen und mehreren Jahren Extremsport einfließenlassen. Hierbei stellten sich folgende Probleme (unvollständig):

  • Alpine Gefahren, speziell Wetter und Höhenkrankheit.
  • Routenplanung, Rückzugsmöglichkeiten und Abstieg
  • Versorgung, Nahrung und Wasser
  • Ausrüstung, Umfang und Gewicht

letztlich habe ich mir wohl zu viele Gedanken gemacht, aber die Erfahrung Zeigt einfach, dass man auf alles vorbereitet und für alles Optionen bereithaben sollte. Ich stellte daher gewissenvoll meine Ausrüstung zusammen, mit Eispickel, Steigeisen, Klettersteigset, Helm uvm. Ich beobachtete über Professionelle Wetterkarten das vorhergesagte Wetter und die Wetterlage der letzten Tage und ermittelte mir mit hilfe des Wetterdienstes GANZ GENAU den richtigen Tag. als ich dann den Tag verschieben musste, war dies mit leichten Problemen verbunden, jedoch stellte sich nach genauer Recherche herraus, dass das Wetter auch hier mit 96%iger Wahrscheinlichkeit passen wird. Somit wagte ich gut Informiert und Ausgestattet meine Begehung des Höllentals auf die Zugspitze.

Bericht der Tour folgt die Tage! Macht euch auf viele witzige Situationen gefasst!

Leider überschattet den Tag der Zustand meines Vaters. Ihm ging es leider nicht so gut, versicherte mir jedoch das es noch geht. Heute redeten wir ein wenig mehr darüber und ich merkte, dass es keinen Sinn mehr macht Morgen noch aufs Oktoberfest zu gehen. Daher drängte ich darauf, dass wir Morgen Heim fahren, woraufhin mein Vater nachgab und wir nun morgen wirklich nach Hause fahren und er dann am Freitag ganz unbeschwert Morgens zum Doktor gehen kann.

Gruß

André

Das Kloster Andechs

Der Tag sollte um 5:30 beginnen, und das tat er auch. Ich machte mich fertig und Packte meine Sachen. Doch dann stellte ich fest, dass mein Klettergurt nicht da ist. nach heftigem Suchen und Nachdenken über Alternativen entschied ich mich Heute doch nicht auf die Zugspitze zu gehen und mir noch einen Klattergurt zu besorgen, da es mir zu gefährlich war einen aus Bandschlingen geschusterten, dünnen Gurt zu nutzen.

Also ging Peter wieder Schlafen und ich suchte den nächsten Fachhändler im Internet. Dieser war in München und machte um 9:30 auf. Nach abschätzung der Optionen beschloss ich mit dem auto hin zu fahren. Daraufhin setzte ich mich mit einem Buch in die Morgensonne und wartete bis ich losfahren konnte. Mein neuer Gurt ist ein Mammut Alpine Light. Er ist wirklich extrem leicht und durch die Verschlüsse sehr leicht an zu Ziehen. Eine perfekte Ergänzung zu einem normalen Sitzgurt, da man ihn einfach zumachen kann, ohne in ihn einsteigen zu müssen.

Zuhause wieder angekommen hatte Peter zwei geräucherte Renken, eine lokale Lachsart, gekauft und ich hatte noch Brot mit gebracht. Nach dem Mittagessen machte ich noch ein wenig Sport und dann haben wir gemütlich in der Ferienwohnung den Nachmittag verbracht.

heute Abend fuhren wir dann noch ins Kloster Andechs. Es war sehr schön, nur das Essen war so lala. Anschließend gings wieder nach Hause und gleich sehr früh ins Bett. Morgen ist nun wirklich der Große Tag. Wünscht mir Glück, dass ich es noch rechtzeitig zur letzten Bahn hoch schaffe.

Im Salzbergwerk Bergdesgaden, am Königssee und auf dem Jenner

Heute waren wir in Bergdesgarden. Zuerst ging es auf Salzzeitreise ins Salzbergwerk Bergdesgaden. Das Salzbergwerk ist sehr schön und interessant gestaltet worden für Groß und Klein. Es gibt Rutschen, eine Laserschow eine Floßfahrt über einen unterirdischen See uvm. für ältere besonders interessant ist, dass man selbst keine Höhenmeter überwinden muss, da man nach unten rutscht und hoch gefahren wird.

Anschließend haben wir uns den Königssee angesehen und uns schnell zum Jenner auf gemacht, da Seilbahnen bekanntlich früh schließen.

Die Seilbahnfahrt war schön und man musste in der mittleren Station nicht umsteigen sondern wurde direkt weiter geschickt. Oben bot sich ein herrlicher Ausblick. Während Peter an der Hütte blieb machte ich die letzten Meter Aufstieg zum Gipfelkreuz. Unten Aßen wir dann zu Abend und fuhren heimwärts. Auf dem Heimweg haben wir uns noch schlimm verfahren, aber nun sind wir zu Hause.

Die KZ-Gedenkstädte Dachau und das Olympische Dorf München

Heute Morgen gings zuerst nach Dachau. die KZ-Gedenkstätte war extrem einfach zu finden und zu erreichen. Ich möchte es mir ersparen viel darüber zu schreiben, da ich finde dass sich jeder über Geschichte seine eigene Meinung bilden muss, jedoch ist speziell das Krematorium sehr eindrucksstark. Ich denke mal die Bilder sprechen für sich.

Anschließend ging es dann ins Olympische Dorf. Dort habe ich zuersteinmal in den Außenanlagen am See hoffentlich sehr schöne Aufnahmen der Enten und Gänse gemacht. Genaueres werde ich wissen wenn ich die Mittelformatfilme endlich entwickeln lassen kann. Danach fuhren wir mit 7m/s oder 25,2km/h auf den Olympiaturm und erfreuten uns einer gigantischen Aussicht über München.

Ich ging dann noch eine Runde über das Gelende und gesellte mich dann zu meinem Vater in ein kleines Kaffee. Danach gins wieder in die Stadt zum Donisl zum Abendessen, da es dort ja recht günstig und gut war. (besser als noch was zu kochen zu besorgen, da wir das gestern versäumt hatten)

Auch wenn der Text heute recht knapp aus fiel hoffe ich gefallen euch zumindest die Bilder.

Das Deutsche Museum München

Heute gings nach München. Zuerst stand das Deutsche Museum auf dem Plan. Ich habe darauf verzichtet Bilder von exponaten online zu stellen, da sich meiner Meinung nach jeder die Zeit nehmen sollte sich das Museum einmal an zu sehen und sich selbst ein Bild zu machen. Die Ausstellungen sind riesig und äußerst detailreich. wir waren von 10:00 bis 17:00 im Museum und haben die Führung mit gemacht. Geschätzt, schafften wir es gerade einmal die Hälfte des Museums zu besuchen. An großartiges verweilen bei Interessanten Gebieten war kaum zu denken. Die Physikalischen ausstellungen sind so riesig, dass ich schätze, dass man ca. alleine eine Woche im Museum verbringen muss um sich alles rund um Physik einmal angesehen zu haben.

Anschließend gingen wir noch ein wenig durch die Stadt, aßen im Donisl zu abend und waren noch ein wenig einkaufen. schließlich sind wir gegen 21:00 Heim gefahren. Für Morgen haben wir beschlossen uns Dachau an zu sehen, auf den Olympiaturm zu fahren und ein wenig kreuz und quer durch die Stadt zu fahren.

Bis Morgen

André

Urlaub am Starnberger See, der erste Tag

Heute Morgen zog es mich nun zum dritten Male in diesen Semesterferien in die Ferne. Zuerst nach Burgund, dann an den Gardasee und nun mache ich mit meinem Vater (Peter) zusammen Urlaub in Seeseiten, bei Tutzing am Starnberger See.

Zuerst einmal hatte ich Probleme richtig Schlaf zu finden, wodurch ich recht wenig schlief und heute Morgen total gerädert in die Gänge kommen musste. Ende vom Lied war, dass ich mit leichter Verspätung bei meinem Vater eintraf, wir seine Sachen einluden und losfuhren. Aufgrund meiner angenehmen Nachtruhe übernahm Peter die erste Etappe runter nach Karlsruhe. Ich ruhte mich derweil noch ein wenig aus und ließ meine Lebensgeister wieder gemütlich ihren Dienst antreten. Die Fahrt verlief staufrei und ruhig, nur bei Mannheim war leicht zähflüssiger Verkehr. Nun übernahm ich und wir machten uns wieder auf gen Süden. Wir hatten uns mittlerweile entschlossen nach Füssen runter zu fahren und Neuschwanstein zu besichtigen.

Peter war ja schon einmal in Neuschwanstein und war überrascht was sich alles Verändert hatte. Vor allem der zustieg zum Schloss. Alles geteert und Pendelbusse eingerichtet. Da er ja nicht allzu gut zu Fuß ist, nahmen wir auch sogleich einen und machten uns hinauf. Oben angekommen wollten wir das Schloss besichtigen, doch außer von außen kann man nur mit einer Führung hinein und die nächste deutsche Führung war erst zwei Stunden später, woraufhin wir uns entschieden hatten nur kurz zu verweilen und dann weiter zu fahren. Ich fand das schloss recht beeindruckend, vor allem wie gut es erhalten scheint. Die Touristengelder und Förderungsmittel scheinen einen sehr guten Dienst zu leisten und ich frage mich wie viel von den Originalmauern noch erhalten sein mag.

Anschließend machten wir uns weiter auf Richtung Quartier und kamen dabei auf direktem Wege an der Eschelbacher Brücke vorbei. Sie ist eine ca. 70m hohe Brücke über ein sehr enges aber schönes Tal und einen Stopp wert, auch wenn durch aufwendige Sanierungen von der eigentlichen Brückenkonstruktion nicht mehr viel zu sehen ist, kann man hier einen Blick auf einen Gebirgsbach erhaschen, den sonst nur Hubschrauberpiloten und Kletterer genießen dürfen.

Der Nächste Stopp war dann die Wiesenkirche. Sie liegt etwas abseits, aber sehr schnell zu erreichen und es gibt ausreichend Parkmöglichkeiten. Die Kirche selbst ist ein sehr Prachtvoller barrocker Bau und hat eine atemberaubende Akustik, die zu hören war, als ein Führer bei einer Führung mit seiner Gruppe „Lobet den Herren“ anstimmte. Der Goldschmuck, die Fresken und Bilder sind sehr schön und es lohnt sich mal einen Blick in das elliptische Kirchenschiff zu werfen und sich die Kirche an zu sehen.

Anschließend machten wir uns dann auf in unsere Unterkunft, eine Ferienwohnung in Seeseiten. Kein Richtiger Ort, sondern mehr eine Landmarke, aber sehr schön in unmittelbarer Nähe von Seeshaupt und Tutzing gelegen, direkt am See. Die Wohnung ist wunderschön, besser als die letztes Jahr auf Fehmarn. Es ist von Gewürzen über Backpapier alles da, bis hin zu Plastikbechern zum Zähneputzen im Bad. Nachdem wir von der Wirtin begrüßt und eingewiesen wurden machten wir das Auto leer, telefonierten schnell mit zuhause und machten uns dann auf nach Tutzing um heraus zu finden wie und wann dort Schnellbahnen nach München fuhren und anschließend zu Abend zu essen. Nachdem wir den Bahnhof und den Park and Ride Parkplatz ausfindig gemacht hatten, uns über Preise und Fahrzeiten informiert hatten machten wir uns auf ein Wirtshaus zu finden.

Direkt nach ein paar hundert Metern auf der Hauptstraße fuhren wir am „Andechser Hof“ vorbei. Da man Andechs ja kennt und wir nicht viel weiter suchen wollten beschlossen wir um zu drehen uns auf den Parkplatz zu stellen und den Tag mit einem gemütlichen Abend ausklingen zu lassen. Zuerst war es ein wenig laut in der Gaststube, dafür aber auch sehr gesellig. Wir wussten nicht recht was wir bestellen sollten. Die Preise waren auf den ersten Blick leicht gehoben und die Auswahl war schon fast zu groß. Ich mag es nicht so viel Auswahl zu haben, dass ich mich nicht entscheiden kann, schließlich sieht das essen beim Nachbarn ja eh immer besser aus. Ich bestellte Schweineschnitzel „Tutzing“ und Peter Münchner Sauerbraten. Nachdem wir die Portionen sahen die am Nachbartisch ankamen, merkten wir, dass sich der Wirt bei der Preisgestaltung wohl doch mehr gedacht hatte und machten schon mal den ersten Hosenknopf auf um uns später Arbeit zu ersparen. Der Preis war mehr als angemessen und die Größe der Schnitzel kam in die Kategorie XXL-Küche und auch die Portion Sauerbraten war ordentlich. Der Geschmack übertraf dann doch noch alle vorher an Andechs gesteckten Erwartungen und ich kann ehrlich behaupten, dass ich heute Abend das mit Abstand beste Schnitzel gegessen habe, dass ich je probieren durfte.

Kugelrund fuhren wir wieder ins Quartier und ich habe begonnen dies hier zu schreiben. Peter ist grade schon ins Bett gegangen und döst schon fleißig vor sich hin, ich hoffe er schnarcht nicht zu sehr. Morgen geht’s ins Deutsche Museum. Drückt mir die Daumen dass es schön ruhig sein wird und wir gut mit der S6 in und aus der Stadt kommen werden, da ja das Oktoberfest gerade beginnt.

Gruß

André

Geburtstag Meiner Tante

Am Samstag, dem 11. September, bin ich zusammen mit meinem Vater, spontan nach Wetzlar auf den Geburtstag meiner Tante gefahren.

Es hat sich ziemlich viel getan, seit ich das letzte mal dort war. Auf dem ehemaligen Bundeswehrschießstand, der zum größten Teil meiner Cousine gehört und auf dem meine Tante wohnt, gibt es nun neben dem Schützenverein auch einen Paintball Park, mit sehr vielen Spielfeldern in den ehemaligen Schießbahnen und Bundeswehrgebäuden. Die Spielfelder sehen sehr interessant aus und sind äußerst abwechslungsreich aufgebaut. Es gibt dort vom Gebäudekampf über Waldkampf alles, bis hin zum Schützengraben. In direkter Nachbarschaft zum ehemaligen Bundeswehrgelände gibt es nun, wie mittlerweile fast überall, einen Hochseilgarten. Dieser schien mir auf den ersten Blick zwar nicht sehr groß, jedoch recht Attraktiv. leider war es schon recht spät, wodurch ich dazu gezwungen war, mir den Gedanken aus dem Kopf zu schlagen, spontan Ausrüstung zu leihen und mich in luftige Höhen zu begeben.

Wir kamen zum Kaffee an und nicht anders zu erwarten, gab es auch Kaffee und Kuchen. Meine Tante freute sich sehr über unser unerwartetes erscheinen. Abends kochte mein Cousin, es gab Semmelknödel mit Putensteaks in Zwiebelsoße überbacken und gemischten Salat, was echt lecker war. Alles in allem ein wirklich gelungener Tag.

Gruß

André

Kirner Dolomiten und wie heikel laufendes Seil ist

So, einen weiteren Tag in den Kirner Dolomiten verbracht.

Zuerst fuhren wir an die Schwarze Wand. Wie so oft hatte ich den Topo vergessen und musste mich durch fragen, um mich wieder an die Routen zu erinnern. Wir wollten dann zum einstieg eine einfachere machen und entschieden uns für den Rizzi-Riss 5+. Ohne einen Topo stieg ich vom Boden weg gerade hoch zum Haken. Zuhause angekommen stellte ich eben fest, dass der Einstieg eigentlich viel weiter links und vorallem wesentlich einfacher war. Mein Partner bekam diesen falschen Einstieg auch stark zu spüren, der im nachhinein geschätzt eine 7 war. Auch ich hatte daher schwer mit der ausdauer zu kämpfen und konnte die Route leider nicht durchsteigen und musste einmal Pause machen und ins Seil gehen. Bei einer 5+ ist es mir bisher, außer am Anfang in der Halle noch nie so ergangen, da normalerweise immer günstige Ruhestellen in der Route sind. Oben angekommen hatte ich dann nochmal meine Probleme, beim Ausstieg den Richtigen Griff zu finden, doch dank der Aufmerksamkeit eines anderen Kletterers, der mir einen zeigte, erreichte ich mein Ziel. Ich baute mir meinen Standplatz, nahm das Seil ein und mein Partner versuchte sich am Nachstieg. Direkt auf den ersten Metern , in dem falschen Einstieg, verließ ihn schnell seine Kraft und auch sein Kopf spielte nicht so ganz mit, wodurch er dann den richtigen einstieg wählend auf einem einfacheren Weg in die Route einstieg.

Dann klappte es auch schon besser, doch unmittelbar über dem Zweiten Haken ging es wieder sehr langsam weiter, bis hin zum Stillstand und einer kleinen Pause. Währenddessen begann es leicht zu nieseln und in erwartung noch schlechteren Wetters lies ich ihn ab. nun stellte ich jedoch fest, dass ich kein Abseilgerät bei mir hatte und mir somit keine andere Wahl blieb als mich von meinem Partner ab zu lassen, was jedoch sehr ungünstig war, da an meiner Umlenkun von einer anderen Gruppe ein Toprope eingehängt war und ich mir einen andern Punkt suchen musste, der in der Nachbarroute schnell zu finden war. ungünstig und von mir leicht unterschätzt, war nun der extrem schräge Seilverlauf, da ich ja noch drei Exen herrausnehmen musste. Dank der beherzten Hilfe anderer Kletterer schafften wir es ohne größere Probleme alle Exen aus der Wand zu bekommen.

Wieder unten und die Zeit im Blick machten wir uns dann auf an den Wehenfels, den wir uns unbedingt einmal genauer ansehen wollten. Ohne Kletterführer eine etwas dumme Idee. Direkt an dem, was wir als Einstieg annahmen, ging es oben auf dem Grad nicht weiter nach oben, sondern wieder nach unten. Beim Zweiten auch, und so gingen wir einfach weiter, bis wir etwas fanden, was wir als akzeptabel ansahen, und fanden endlich eine richtige Route. Wir begingen den Grad am laufenden Seil, wobei der Erste an den wenigen Sicherungspunkten eine Exe ein hing und dann weiter ging und der Seilzweite diese entnahm. Am eigentlichen Ende angekommen, machten wir uns unwissend weiter auf den Weg nach oben und Kämpften uns durch mehr oder weniger unwegsames Gelände, was uns eigentlich schon hätte zu denken geben müssen. An einem der oberen Felsen versuchte ich beim hinaufklettern nicht in das Gebüsch zu treten, da es aussah, als würte es zu sehr nachgeben, woraufhin ich mich zwischen zwei Steinblöcken verspannte und im begriff war mich hinauf zu ziehen, als mein linker Fuß die Haftung verlor und weg Rutschte. Nun erlebte ich am eigenen Leibe, wie unschön und schmerzhaft es werden kann, an laufendem Seit zu klettern. Ich fiel gute fünf Meter, halb über den Fels rutschend und an kleinen Erdbändern und Vorsprüngen Halt suchend nach unten und drehte mich dabei auf den Rücken. Fand plötzlich mit den Füßen halt, ging in die Knie um die Bremswirkung auf zu nehmen und begann mich dadurch zu überschlagen. In diesem vollkommen ungünstigen Moment, noch gute achte Meter loses Seil hinter mir herziehend, konnte ich mich an einem Baum festhalten und es so abwenden, noch einige, steilere und gefährlichere Meter den Berg hinab zu rutschen, bis endlich der rettende Zug des Seiles gekommen wäre.

Ich brauchte nun erst einmal eine kleine Pause zum Sammeln, Knochensortieren und die Orientierung wieder zu finden. Währenddessen erlebte ich einmal wieder den totalen Erschöpfungszustand der auftritt wenn schlagartig der Adrenalinpegel nach einem Unfall auf null sinkt und man sich fühlt, als fiele man gleich in Ohnmacht, was manche dann auch promt tun. Nachdem ich mich wieder gefangen hatte, machte ich langsame auftritt und gehversuche mit meinem stark angeschlagenen Knie. Nach kurzer Sondierung beschloss ich weiter zu gehen und mich nicht von einer solch kleinen Erschütterung von meinem Ziel abbringen zu lassen.

Einige Meter hinter der Stelle, an der ich mich versucht hatte, fanden wir einen wesentlich einfacheren Weg und bestiegen dort den Grad weiter, zu seinem obersten Wipfel hinauf, wo wir auch einen Haken fanden und dort erst einmal eine ordentliche Pause machten.

Alles in allem ist der Wehenfels ein wirklich schönes, jedoch leicht zu unterschätzendes mini Klettergebiet und die Mehrseillängenroute über ihn macht, auch mit nachträglichem Abgleich mit dem Kletterführer, einen schwer gesuchten Eindruck. Die Sicherungsmöglichkeiten sind schwer begrenzt und die begehung ist auch nicht all zu empfehlenswert, da man sehr schnell die eigentliche Route verliert, was aufgrund der geringen Sicherungsmöglichkeiten durchaus unangenehm enden kann. Daher empfehle ich viele Keile und Schlingen dabei zu haben und den Weg in mormaler Seilschaft (kein laufendes Seil) zu begehen oder direkt Free Solo. In diesem Zuge sei auch ein Helm wie so oft empfehneswert.

Gruß

André

Klettern am Rotenfels

Zu aller erst ist beim Rotenfels zu erwähnen, dass er KEIN Anfängergebiet ist! Mit seinen steilen Rinnen, die man absteigen muss um an den Fuß der Routen zu kommen, der nicht existenten Möglichkeit nach unten aus zu steigen, beginnt die Kletterei schon auf dem Weg zur Route. Durch die Brüchigkeit des Gesteins gibt es wie in den Alpen die ständige Gefahr von Steinschlag, wodurch ein Helm zum Pflichtprogramm Zählt. Weiterhin muss man sich bewusst sein, dass der Abstieg vielerorts nur über UIAA 3 Kletterstellen machbar ist und nicht abgesichert werden kann. Ohne genaue Routenkenntnisse oder einen Bergführer ist es in keinster Weise empfehlenswert sich in die Gefahren des Rotenfelses zu begeben. Weiterhin sind aufgrund der Brüchigkeit die Standplätze auch sehr unsicher und es brechen regelmäßig, mit teilweise Tödlichen Unfällen, Standplätze einfach aus der Wand. Ansonsten ist der Rotenfels sehr schön und wenn man mit dem Risiko umgehen kann und nur in Graden klettert, die man beherrscht, ähnlich dem Free Solo Klettern kalkulierbar. Ich persönlich finde das lose und bröckelnde Gestein sehr interessant, aufgrund der neu hinzukommenden Schwierigkeit. Reversives Klettern bekommt dabei einen neuen Stellenwert.

Ich empfehle niemandem im Rotenfels klettern zu gehen, ich rate sogar eher davon ab, denn man muss sich erst einmal der Gefahren bewusst werden bevor man sich diesen, in dem Maße wie am Rotenfels aussetzt, auch wenn man schon viele Jahre Klettert.

Gruß
André

Klettern am Rotenfels

Also, ich probiere gerade die Fernpublikation via E-=
Mail aus
J

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dabei einen neuen Stellenwert.

Ich empfehle niemandem im Rotenfels klettern zu gehe=
n, ich rate sogar eher davon ab, denn man muss sich erst einmal der Gefahre=
n bewusst werden bevor man sich diesen in dem Ma=DFe wie am Rotenfels ausse=
tzt, auch wenn man schon viele Jahre
Klettert.

Gru=DF

Andr=E9

Culles-Les-Roches

Culles-Les-Roches ist der angenehmste und dankbarste Fels, den ich bisher beklettert habe. Die Routen sind mit durchschnittlich 14 Metern zwar recht kurz gehalten, jedoch sind sie von sehr unterschiedlichen Charaktern und für jeden ist etwas schönes, angenehmes oder neues dabei.

Auch bietet es sich an alleine klettern zu gehen, da man durch einfache Routen (UIAA 1-2) oben auf den Fels kommt und dort an Ringen das Seil fest binden kann, um dann mit Prusik oder Tiblock selbstgesichert zu klettern.

Der wohl größte Vorteil des Felses ist, dass man ihn direkt mit dem Auto erreichen kann. Daher bietet er sich auch durchaus für eine Familie an, die dort Picknicken kann, während man selbst ein wenig klettert.

In 2,5km Luftlinie ist ein sehr schöner Campingplatz in Collogne mit schönem Badesee, der sich gut anbietet und man aufgrund der Nähe auch zu Fuß erreichen lässt.

Culles-Les-Roches ist ein sehr schöner Platz fürs Workoutklettern und macht unglaublich viel Spass, wenn man wie ich, mit den richtigen Leuten dort ist.