Kategorie-Archiv: Urlaub

Ein gelungener Abschluss der ersten Woche

Heute haben wir es ganz gemütlich angehen lassen und bei wenig Wind die Flensburger Förde herrunter gesegelt nach Flensburg. Dabei haben wir eine Regatta beim Kreuzen gesprengt und nach einem Besuch des Flensburger Stadthafens haben wir in Marinasonnenweg getankt und angelegt.

Nach einem Abstecher beim Segelmacher für Tilman wegen seinen alten Segeln und flicken eines meiner Kites haben wir klar Schiff gemacht und den Abend bisher ruhig ausklingen lassen. Noch sind wir am überlegen tanzen zu gehen, jedoch scheint sich dies wohl im Sande zu verlaufen.

Am Mittag nach dem Ablegen haben wir, als wir das Haupsegel setzen wollten festgestellt, dass dieses ebenfalls einen Riss hat. Im Hafen beim Vercharterer angekommen, takelten wir das Hauptsegel ab und ließen es reparieren um es anschließend wieder auf zu takeln.

Die beiden anderen Artikel folegen ebenfalls noch heute Abend oder morgen Früh, je nachdem wie ich dazu noch Zeit finden werde. Zu den restlichen Tagen kommen auch noch Artikel in absehbarer Zeit online.

Gruß André

Auf Fahrt mit unserer Gina II

André, 03.09.2011 16:31 Nach dem ich gestern eine Klausur hinter mich gebracht hatte, begann für mich das große Packen, da ich vorher wegen lernen usw. keine Zeit gefunden hatte. Auch habe ich bemerkt, dass ich noch einen Großteil meiner Wäsche waschen musste und so startete ich durch. Waschen im Waschsalon, packen und aufräumen parallel und nur 4,5h Zeit.

Mit minimaler Verspätung fuhren wir schließlich mit Tilman als Fahrer bei mir los und kamen so frühzeitig am Hbf Mainz an und sammelten den Rest gemütlich ein. Nach einem kurzen Zwischenhalt bei mir Zuhause, da ich das wichtigste, den Alkohol 😉 vergessen hatte, ging es letztlich los in Richtung Hamburg, um die letzte Seglerin mit an Bord zu nehmen.

Wir machten zwei Stopps, einmal an einem Parkplatz und einmal an einem Rasthof mit „Nordsee“, da viele von uns Hunger hatten. Leider war dort die Nordsee gerade am zu machen, wodurch wir uns entschlossen, nach Hamburg durch zu fahren und im Hauptbahnhof etwas essen zu gehen. In Hamburg holten wir uns alle Whopper und Co. bei Burger King. Hannah, unsere spätere Fahrerin besorgte für sich und Sara zwei Kaffees. Mit Claudia an Bord ging es dann weiter Richtung Ostsee.

Ein ein halb Stunden später kamen wir in Heiligenhafen gegen 2:00 an, beluden das Schiff und machten uns nach einem kurzen Schlummertrunk gegen 4:00 ins Bett.

Obwohl wir schon um 7:00 wieder aufstehen wollten um rechtzeitig los zu kommen, wurde ich von den Mädels erst gegen 8:00 geweckt, um mit Hanna und Sarah Einkaufen zu fahren. Mit 9 Einkaufskarren voll Lebensmittel und rund 600€ ärmer kamen wir dann gegen 11:30 wieder im Hafen an, wo uns die restliche Crew sehnsüchtig erwartete, da wir für den Morgen nicht vorgesorgt hatten.

13:50 legten wir dann, nach einer kurzen Einweisung ab und machten erst einmal Mittag/Frühstück - irgendwas in den Bauch bekommen während wir aus dem Hafen Richtung offene See aus liefen. Nach dem Essen zogen wir auf offener See die Segel hoch und schipperten gemütlich mit rund 2,5 Knoten in Richtung Dänemark. Ein Paar von uns zog es bei dieser geringen Geschwindigkeit und dem wundervollen Wetter sogar ins Wasser und Hannah, Sara und ich ließen uns von einer Boje hinter dem Schiff her ziehen. Nachdem Tilman Kurs und Geschwindigkeit eingeschätzt hatte beschloss er den Motor anzuwerfen um noch im Hellen in Dänemark anzukommen.

Das Wetter ist Grandios! Und es ist wunderschön hier, mitten auf der Ostsee. Vor einer knappen Stunde haben wir die Tonne Kieler Ostseeweg 4 passiert. Es macht unwahrscheinlichen Spaß mit den Leuten und alle sind ausgeglichen, glücklich und froh hier zu sein! Jetzt ist es 18:16 und ich habe immer noch kein Internet, aber immerhin ist alles fertig.

Gruß André

André: „Wir könnten ja einfach morgen zum Frühstück Grillen?“
Sarah: „Ok, aber nur wenn es Schnitzel mit Nutella gibt!“

Im HeiligenHafen mit Gina II

Am Freitag um 17:15 geht es los. Treffpunkt ist der Hauptbahnhof. Mit einem Abstecher über Hamburg hoffen wir um 1:00 in Heiligenhafen an zu kommen und auf unser neues Zuhause für die nächsten 1-2 Wochen gehen zu können. Zwei Wochen an Bord sind Lukas, Tilman und meine Wenigkeit, André. Der Rest ist nur eine Woche dabei und wird vorraussichtlich in Flensburg gewechselt. Die Crew beläuft sich damit auf je 8 Personen pro Woche und insgesamt 13 Leute.

Der Plan ist jeden Tag zu bloggen und die schönsten Fotos zu veröffentlichen. So weit es möglich ist, jede bekannte Position unter Google Maps ein zu tragen und so ein komplettes digitales Logbuch zu erstellen, welches wir anschließend auch schön formatiert drucken können und jeder Zeit aus dem Regal nehmen und in Erinnerungen schwelgen können :) Gute Idee? Ich denke schon 😉

Ich Freue mich tierischst auf den Törn, würde mich freuen wenn ihr schön Kommentare hinterlasst, die Seite verlinkt und mein Gästebuch vergrößert 😉

Gruß André

Klettern in Arco am Gardasee

Vom 28.08. bis 01.09. war ich in Arco am Gardasee Klettern. Der Ausflug lief über den DAV Mainz. Unser Ausbilder war der Heinz. Ihm möchte ich direkt nocheinmal für dieses schöne und erfahrungsreiche Wochenende Danken. Aber vorallem auch Annette, die es recht schwer mit mir hatte, einen herzlichen Dank und noch eine Entschuldigung.

Annette, die das Auto stellte, Julia und ich, fuhren Samstags morgens um 7:00 mit ein wenig Verspätung (dank mir) los und holten in Kassel Tine ab. Auf dem Weg nach Kassel standen wir dann schon ca. 2h im Stau. Die weitere Fahrt zog sich dann auch noch ein gutes Stück, wodurch wir erst spät Abends, gegen 22:00, am Campingplatz in Arco an kamen. Die andere Gruppe im zweiten Auto hatte bereits zwei Parzellen gemietet und uns angemeldet, wodurch wir nur noch unsere Zelte aufschlagen mussten.

Am zweiten Tag ging es dann gleich los. Leider kann ich mich nichtmehr an die Namen der Routen erinnern (allen), aber das ist denke ich mal auch nicht so wichtig. Viel wichtiger ist, das es unglaublich Spass machte. Wir gingen zu einer riesigen Platte, hinter Arco. Sie war nicht sehr steil, jedoch auch nicht gerade Flach. Ich hatte zuerst einen heiden Respekt davor, da ich solch eine Platte noch nie zuvor begangen hatte und suchte verzweifelt nach Griffen, die ich so gut wie nie fand. Nach den ersten Metern hatte ich dann den dreh raus mit Reibung auf den Platten zu stehen und kam sehr gut voran. Ich hatte irgendwie den Eindruck, Spiderman mäßig eine Wand hoch zu gehen, was super viel spass machte. Hier konnten wir recht entspannt den Standplatzbau üben, der ja für die Begehung von Merseillängenrouten essenziell ist.
Später des Tages, irgendwann nach Mittag, machten wir uns weiter auf zu einer Anderen Route, irgendwo hinter dem Campingplatz. Diese traf schon eher meine Erwartungen. Über insgesamt vier Seillängen ging es den Berg hinauf. Die Route war mit unglaublich vielen Sanduhren bestückt und es machte sehr viel Spass, vorallem die dritte Seillänge hatte eine schöne, knifflige Stelle, unmittelbar vor dem Standplatz.
Wie eigentlich jeden Abend ging es dann zum Essen in die beschaulichen Gassen von Arco. Es ist ein schöner Ort, mit einer schönen und verwinkelten Fußgängerzone und die Altstadt von Arco hat ebenfalls ihre Reize.

Am kommenden Morgen brachen wir dann auf, um eine größere Tour in Angriff zu nehmen. Als wir gerade im Auto saßen, auf dem Weg zu der Tour kam eine Schlecht wetterfront über die Bergkämme heran gezogen. Es war ein kaum zu beschreibendes Bild, wenn über einem noch blauer Himmel und Sonnenschein ist, und in der Ferne, im Tal, eine solche Front, ganz gemächlich auf einen zu rollt. Ein Anblick den man nur in den Bergen hat.

Nachdem wir dann einkaufen waren und es uns in einem Café gemütlich gemacht hatten, der Regen abgeklungen war und es langsam aber stetig wieder trocken wurde, machten wir uns dann auf, aufgrund des schon vortgeschrittenen Tages eine kleinere Route zu machen. Sie war ebenfalls sehr schön und machte unheimlich viel Spass.

Am Letzten Tag machten wir dann die Route, die wir eigentlich am Vortag vorhatten zu begehen. Sie war, für das was ich bisher geklettert bin mit (ich erinnere mich nicht genau) ca. 10SL sehr lang und aufgrund langsamer Seilschaften vor uns, auch Zeitlich recht fordernd. Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei gehabt, was ich im Nachhinein sehr bedaure, da der Ausblick wirklich unbeschreiblich war und jedem Versuch trotzt.

Die Rückfahrt war in Anbetracht der Hinfahrt sehr kurz und recht Ereignis los.
Eigentlich könnte ich noch unglaublich viel schreiben, jedoch erinnere ich mich an manches nurnoch wage und anderes möchte ich lieber nicht zu Papier bringen 😉 daher: "that's all folks".

Arco ist ein wundervolles Fleckchen Erde und jeden Weg wert! Ich werde in den kommenden Jahren sicherlich noch das ein oder andere mal hin fahren und dann mehr und genauer berichten wie schön es dort doch ist.

Gruß André

Durchs Höllental auf die Zugspitze

Ich möchte euch nun nicht länger vorenthalten, wie ich die Zugspitze bestiegen habe.

Vier Uhr morgens ist verdammt früh, nachdem ich geduscht, meinen Rucksack auf Vollständigkeit überprüft und Meine Kleiderwahl getroffen hatte, hockte ich mich mit meinem Vater zusammen gegen fünf Uhr frühs ins Auto. Gegen Sechs kamen wir dann in Hammersbach an. Ich wechselte die Schuhe, holte die Wanderstöcke raus und los gings bei 700hm. Nachdem ich dort an kam, wo meines Wissens der Weg beginnt, Ging ich in den Wald. Nach kurzer zeit kam eine Absperrung und ich dachte mir nichts bei, da nebendran schon schwere Wegspuren waren. Nach kurzer Zeit ein Gebäude hm, komisch und dann nach ein paar Minuten stand ich mitten im Wald. Zurückgehen? Ich?!  Stirnlampe an und ah, da sind ja ein Paar Trampelpfade. Dem Gehör nach und die Karte in Errinnerung rufend entschied ich mich für den Sinnvollsten. Nachdem ich nach relativ kurzer Zeit mitten im Wald stand und es schon schwer steil geworden war, beschloss ich Sinnvollerweise bergauf zu gehen und das beste zu hoffen. Irgendwann kam ich dann auch auf einen Weg und entschied meiner orientierungnach nach links zu gehen, war jedoch leicht verwundert dass es bergab ging. nach einigen hundert Metern kamen mir dann auch schon ein paar Leute entgegen, die mich nach kurzem Gespräch darüber aufklärten dass ich schon weiter sei als gedacht, nur eben in der falschen Richtung. Na klasse dachte ich so bei mir, und heftete mich an deren Fersen. Da mein Tempo etwas langsamer war fiel ich stetig aber sicher zurück, jedoch konnte ich an manchen Stellen wiederBoden wett machen.

Gegen 7:30 kam ich dann fast gleichzeitig mit dieser Gruppe an der Höllentalklamm Eingangshütte (1047hm) an und machte erst einmal Pause! Meine Blasen wollten Versorgt sein. Da Aufgeben zumindest nicht so früh auf der Tagesordnung stand Tapete ich mir mit Pflaster aus meinem Erstehilfeset die Hacken ab, Aß einen Energieriegel und dachte so bei mir, da es ja mittlerweile hell ist könntest du ja so langsam die Kamera auspacken. Als ich die Kamera in Händen Hielt wollte ich ein Bild machen und nichts ging?! Komisch, nochmal alles nachgesehen, nee Akku iss noch Saft drauf.... Und dann erblickte ich das Übel "[ -E- ]" MIST! Keine Speicherkarte :( verdammt! frustriert machte ich ein paar bilder mit dem Handy und weiter gings durch die Atemberaubende Höllentalklamm! Manche gehen obendrüber, aber wenn man keine Angst hat nass zu werden lohnt es sich unten durch zu gehen. es sind mehrere hundert Meter Tunnel in den Fels geschlagen, die man auch nutzen sollte, da in der Klamm stellenweise eine Hohe Steinschlag Gefahr herrscht. Wenn einem jedoch so wie mir der Anblick das Risiko wert ist, kann man da wo es geht draußen lang gehen. Hunderte Wasserfälle in der Bach und kleine Bächlein die einige Meter über den einem in die Klamm einströmen und unter denen man stellenweise durch muss muss sind ein grandioses Naturschauspiel! Leider kann ich die Klamm nicht mit anderen Vergleichen, aber sie wird mir mein Leben lang in Erinnerung bleiben! Nach der Klamm muss man mit einer Brücke über den Hammersbach. Dort sind einige alte Stahlbeton Reste, die ich leider nicht genau Identifizieren konnte, wohl aber einmal zu einem Wanderweg, einer Straße oder den Wehr nach zu urteilen am wahrscheinlichtesten zu einer Wasserversorgung gehörten. Nach einigen Hundert Metern den Weg entlang stetig aufwärts verschwand der hammersbach aus seinem angestammten Bett und man vernahm nurnoch das Rauschen hinter einem kleinen Hügel im Tal. Dort kommt die Hammersbach als neuer Quell wieder aus dem Talkessel hervor und nur bei Tauwetter ist das Bachbett oberhalb der Erde gefüllt, um die Wassermassen aufnehmen zu können. nach einer weiteren Brücke über das hier nun trockene Bachbett ging es in Serpentinen den Berg hinauf, bis es schließlich flach Richtung Angerhütte ging. Hier fiel mir ein, dass ich ja die Speicherkarte meines GPS für die Kamera missbrauchen könnte also GAS! Rucksack runter voller freude die Kamera raus gekramt und Oo?! Was soll das nun?! Akku leer! Ein stiller aufschrei, alles wieder eingepackt und frustriert, trotzig weiter.Nach einer weiteren Brücke und einigen Metern auf der anderen Seite kam ich an die Angerhütte (1387hm). Intelligenter weise hätte ich hier meine Wasservorräte auffüllen und Frühstücken sollen, doch ich entschied mich weiter zu gehen, da es mir gut ging und meine Vorräte noch gut gefüllt hätten sein müssen.

Also Weiter, wieder über das Trockene Bachbett auf der anderenseite durch ein kleines Waldstück in Richtung des ersten Klettersteiges. Entfernungen sehen in den Bergen wesentlich kürzer aus als sie es sind, Höhenmeter und Laufstrecke sind auch hier länger als die Luftlinie und vorallem durch die stetig, wenn auch kaum merklich dünner werdende Luft wesentlich anstrengender als gedacht. Das Zeitgefühl verloren hoffte ich, dass meine Geschwindigkeit mich rechtzeitig bei meinem Vater, der oben auf der Zugspitze warten würde, ankommenlässt und wir noch gemeinsam etwas die zugspitze genießen können bevor es dann mit der Seilbahn abwärts geht. Natürlich machte ich mir unnötig Sorgen, jedoch wollte ich es unbedingt schaffen! Also riss ich mich am Riemen und gab Gas! Am Ende des richtigen Wanderweges war leichte Kletterei angesagt. Steil ging es in Richtung Klettersteig empor. Es war kaum noch ein Weg zu erkennen, nurnoch vereinzelte Markierungen. Also suchte ich mir wie so viele andere auch einen eigenen Weg. Meistens schwerer als es hätte sein müssen. Während des ganzen Aufstieges hatte man einen wundervollen Blick auf den min. hundert Meter hohen Wasserfall, den die Hammersbach vom Gletscher kommend durchfließt, nur um dann im losen Gestein des trockenen Bachbettes zu versickern.

Am Klettersteig angekommen (1.600hm) schnallte ich mir meinen Gurt um, Helm auf den Kopf und das Klettersteigset an den Gurt. Ich aß noch etwas und trank. Noch war etwas in meiner Trinkblase drinen. Nach ein paar Metern Kletetrsteig, die nach dem einstieg eher einem gesicherten Wanderweg ähnelten, kam der erste Teil des unteren Steiges, die "Leiter". Sie ist wirklich eine Leiter und führt geradewegs über eine mit tritten versehene Reibungsplatte höchster Schwierigkeit (nach UIAA beim Klettern), über die ganz zart Wasser floss, hinauf in Richtung Brett. Einige Meter einfachen klettersteiges kommt das "Brett". Von der Schwierigkeit ist das Brett nicht besonders Anspruchsvoll, jedoch ist es nicht jedermanns Sache eine doch erhebliche Strecke auf Stahlstifen über eine Steil abfallende Platte zu Queren. nach dem Brett noch eine schöne Verschniedung, die schon fast ein Kamin ist, geht es dann oben Raus und nach einigen weiteren gesicherten Metern endet der Klettersteig fern ab jeder Kanten auf so 1.800hm.

Einige Meter weiter oben, abseits eines Zuges, so nennt man die steil abfallenden Geröllfelder bzw. Schütte an der Zugspitze (daher kommt auch ihr Name), machte ich bei ca. 2.000hm Rast und wollte meine Batterieen auffrischen. Nach einigen Zügen aus meiner Trinkblase war diese Leer und ich Brach meine Trinkflasche an. Den Rest schütete ich dann in die Blase. Einen Energieriegel, eine Zigarette und einer Harnblasenentleerung weiter begab ich mich wieder auf den Weg das Höllental hinauf. Schnell Merkte ich, dass die Zigarette keine gute Idee war. Ca. auf der Mitte des Weges zum Gletscher bei rund 2.100hm ging nun meine Trinkbalse zur neige. Hinaufblickend und die ersten Gruppen den Gletscher erklimmend, kam ich in eine Kriese, ob ich nicht doch besser umdrehen sollte. Nach einem harten Kampf mit mir selbst und der Unterstützung eines auch einsamen Wanderers raffte ich mich auf und es ging weiter.

Irgendwann, nach einer gefühlten Ewigkeit, kam ich am Gletscher an. Kurz gesammelt Steigeisen ausgepackt und weiter! Der Höhenmesser zeigte rund 2.300hm an. Der Gletscher hat gut 100hm, eher 200hm, also auf! Die Steigeisen baten einmaligen Halt und dank des gut begangenen Pfades kam ich ohne Probleme an den Spalten vorbei. Es war ein sehr interessantes Erlebnis einen Gletscher hinauf zu gehen und ich konnte hier viel Zeit gut machen, ich habe nirgendwo auf dem Weg so viele Höhenmeter in so kurzer Zeit gut gemacht, wie auf dem Gletscher. Im oberen Teil lag noch eine Menge Schnee und überall waren Schneebrücken über recht kleine Spalten.

Endlich am letzten Abschnitt angekommen! Der Höllentalklettersteig hinauf auf die Zugspitze. Ca. 13km und 2400hm hinter mir, den "Einstieg gepackt"! Es ist beim Klettern immer wieder das gleiche, um irgendwo klettern zu können muss man schon eine halbe Weltreise hinter sich bringen um seinem Sport nachgehen zu können. Klettersteig gehen ist zwar kein Klettern, jedoch wenn man alleine ist und keinen Seilpartner hat und nicht gerade in unbekannten Routen Free Solo gehen möchte, ist ein Klettersteig eine gut Alternative. Langsam bekam ich Durst, doch ignorierte es, eine schlechte Idee! Hier hätte ich gut, mit Schnee meine Trinkblase füllen und sie Außen befestigen können, damit die Sonne im Klettersteig den Schnee hätte schmelzen können. Wie gesagt, eine schlechte Idee, bzw. die andere Methode viel mir erst Abends ein. Dies lag wohl daran, dass ich schon leicht dehydriert war und zuwenig gegessen hatte. Später sollte mich dies noch vor meine Finale Herrausforderung stellen. Noch war es eine Wanderung ohne Entbeehrung und nur durch Schmerzen überschattet die meine Wanderschuhe hervorrafen, doch sie waren noch erträglich.

Also auf, die letzten 600hm bis zum auf knapp 3.000hm gelegenen Gipfelkreuz! Der neue, aufgrund des schmelzenden Gletschers jährlich umgesetzte Einstieg, liegt oberhalb der Randkluft. Dank der frühen Schneefälle dieses Jahr, war die rund 1,5m breite Kluft gut mit Schnee gefüllt und daher der Steig sehr gut zu erreichen. Die erstem Meter zum alten Einstieg waren schon eine Herausforderung, da es eine stellenweise stark überhängende Querung war. Der Einstieg führt dann auf eine relativ flache ungesicherte Stelle, in der ich um mir Zeit und Energie zu staren eine UIAA 4- Platte einfach hoch ging und damit einen ganzen Klettersteigabschnitt einfach aus lies. Danach ging es zum schwersten Part der ganzen Route, mehrere leicht überhängende Stellen, bei denen man nur auf alten, verrosteten Eisenstiften steht und den einzigen Halt das Stahlseil bietet. Zwischenzeitlich muss man sich auch am Seil aufschwingen. Anschließend einen breiten Kamin über Eisenstifte durchqueren und danach eine Verschneidung an Eisenklammern zu durchsteigen. Geschafft, ein harter Part und gut 200hm der 600hm hinter mir. Nun machte sich die Dehydrierung bemerkbar. nichts ging mehr. Die Schuhe brachten mich nervlich fast um! ich musste eine Pause machen und ließ zwei Jungs an mir vorbei. In meiner Verzweiflung bat ich sie um Wasser und sie gaben mir etwas ab! ich war erleichtert ein Paar Schlucken reichten mir um wieder einen klaren Kopf zu bekommen, jedoch nicht für mehr. Also machte ich noch ein wenig Pause sammelte mich und bekam immer mehr Angst, dass ich es nicht, bzw. nicht rechtzeitig schaffe. Irgendwann gelangte ich an den Punkt an dem ich mir sagte, dass es doch egal sein und begab mich weiter auf den Weg. keinen großen eigenen druck im Nacken, nur noch das Gefühl, "Verloren" zu haben im Bauch. nach einigen weiteren Höhenmetern holte ich auf die beiden Jungs auf, die hinter einer anderen Gruppe fest hingen. in meinen Schuhen hielt ich es nicht mehr aus und nutzte die gelegenheit um auf meine Kletterschuhe zu wechseln die ich sicherheitshalber mitgenommen hatte. EINE ERLÖSUNG! Schmerzfrei, nurnoch erschöpftging es weiter. schnell holte ich die Gruppe ein, vor der die Jungs festgehangen hatten, sie haben sie scheinbar überholt bekommen. Der Bremsung durch die Gruppe dankbar blieb ich hinter ihnen. Meine Geschwindigkeit erhöhte sich durch die Kletterschuhe und fehlenden Schmerzen merklich. Reibung zu treten und Tritte zu haben, wo mit Bergstiefeln keine sind, macht sich extrem bemerkbar. Nun kam wieder ein anderes Problem, Schnee! Denn mit den Kletterschuhen trennte meine nackten Füße nur eine dünne Gummilage vom Schnee. Zuerst dankte ich dem Schnee, denn meine Füße schrumpften merklich und die Blasen und Druckstellen wurden gut gekühlt, doch Später, oben, als die Sonne weg war, merkte ich, wie meine Sohle an der, der Schuhe fest fror. Auch, dass ich hier und da mit den Kletterschuhen wegrutschte war mir egal, denn ich wollte die Stiefel einfach nicht wieder anziehen!

Noch 200hm von der Spitze entfernt kommt man auf den Riffelgrat. Keinen Meter von einem entfernt stürzt die Felswand gut 1.500hm in die Tiefe Richtung Eibsee. Jedoch ist der Blick auf den Eibsee, der in allen Farben von tief Blau über Türkis zu Grün und Braun am Rand leuchtet wieder ein Lichtblick! Genau deswegen geht man einen solchen Weg! Mit der Seilbahn als Tourist zu fahren ist einfach, jedoch sollte man sich bewusst sein, dass durch die Seilbahn, und das Zugspitzplatt die Natur zerstört wird, es unnatürlich ist und genau wie Windräder es die Landschaft verschandelt. Am Riffelgrat muss man auch ein paar Meter ungesichert zurücklegen, was schon nicht einfach ist, wenn man möchte kann man sich hier jedoch auch mit Bandschlingen beholfen gut absichern. Doch ich wollte eigentlich nurnoch hoch und die Kiste hinter mich bringen, also ging ich die drei meter einfach ungesichert. in den letzten höhenmetern verlor ich auch mein letztes bischen Zeitgefühl noch und war dann, als ich oben am Jubiläumsgrat an kam überrascht schon oben zu sein.

Der Rest der geschichte ist eher unspäktakulär. ich ging weiter bis ans Gipfelkreutz, regte mich über die Massen an Touristen auf, die alle ungesichert da oben rumliefen und genoss für ein paar Minuten den Ausblick. Stieg dann wieder ab, zum Zugspitzplatt und suchte meinen Vater. Zuerst trank ich ein großes Glas Cola auf ex, um wieder zu Kräften zu kommen, ruhte mich aus, bestellte dann noch ein Weizen (das hatte ich mir redlich verdient) und einen Rehgulasch mit Rotkohl und Semmelknödeln. Alles super, gigantisch, lecker (meine Ansprüche waren in dem Moment auch nicht mehr wirklich hoch) neu gestärkt zog ich andere Schuhe an, die mein Vater mitgebracht hatte und packte allen Krempel in den Rucksack. Schnell kaufte ich mir beim DAV noch eine Zugspitzanstecknadel für meinen neuen Wanderhut und dann ging es auch schon abwärts. Wir erwischten noch die vorletzte Seilbahn und waren froh runter zu kommen, da aufgrund des großen Andrangs auf der Zugspitze schon Stundenlang durchsagen gemacht wurden dass die leute langsam wieder runter fahren sollten, da das sonst später nicht mehr geht.

Die Seilbahnfahrt war ganz witzig, da auf den 2.000hm nur Zwei, ZWEI, Stützen bis zur Talstation waren. Auch das über die Stützen zu fahren war witzig, da man nach den Stützen das Gefühl hatte ein paar Meter im freien Fall zu sein.

So, nun aber genug! Ich werde den Text die Tage nochmal überarbeiten, ggf noch irgendwie Illustrieren und dann endlich abschließen 😉

Gruß

André

Zu Fuss auf die Zugspitze

Welchen weg sollte ein normaler Mensch zum Dach von Deutschland wohl wählen? Am besten die Seilbahn! Doch fern ab von normal, wollte ich "per pedes", sprich zu Fuß, in meiner geistigen Umnachtung, die Zugspitze erreichen. Doch selbst dies ist noch nicht all zu ungewöhnlich, denn viele gehen dann die immern och recht anspruchsvolle Rheintal Route, oder die Eibseeroute über den Stopselsteig. Doch die heißen ja auch nicht alle André 😉 ich muss natürlich über das "Höllental"! Naja, wird schon nicht so schlimm sein, der Name ist ja meistens nicht Program, also mal weiter lesen, die Bilder sehen ja interessant aus, übernachten auf der Hütte bei 8h gesamter Tourenlänge, da steh ich einfach früh genug auf. Alles in allem Endete es nun darin, dass ich, der werte Herr André, undbedingt mehrere Sachen am gleichen Tag auf einmal tun musste: Seinen ersten Klettersteig direkt in zwei insgesamt 1.000 Höhenmetern hohen Klettersteigen der zweithöchsten Schwierigkeitsstufe und leichten Schneefeldern beginnen. Sich das erste mal über einen Gletscher bewegen und das direkt über den Spaltenreichsten Gletscher der Zugspitze und gut 300 Höhenmetern. Und schließlich seine erste Alpine Wandertour mit weiteren 1.000 Höhenmetern machen. In der Summe heißt das rund 20km Strecke auf 2.300 Höhenmetern mit Klettersteig, Gletscher, Klamm, schwer ausgesetzten Stellen, Free Solo Kletterabschnitte in UIAA 3- und schließlich einige Meter über Grade die eigentlich nicht begehbar sind mal so zum Einstieg in das gebiet Klettersteige und Bergtouren.

Doch eins ist dabei zu beachten! Ich habe wochenlange Recherchen hineininvestiert mir alles angelesen und meine Erfahrungen aus meinen Klettererlebnissen und mehreren Jahren Extremsport einfließenlassen. Hierbei stellten sich folgende Probleme (unvollständig):

  • Alpine Gefahren, speziell Wetter und Höhenkrankheit.
  • Routenplanung, Rückzugsmöglichkeiten und Abstieg
  • Versorgung, Nahrung und Wasser
  • Ausrüstung, Umfang und Gewicht

letztlich habe ich mir wohl zu viele Gedanken gemacht, aber die Erfahrung Zeigt einfach, dass man auf alles vorbereitet und für alles Optionen bereithaben sollte. Ich stellte daher gewissenvoll meine Ausrüstung zusammen, mit Eispickel, Steigeisen, Klettersteigset, Helm uvm. Ich beobachtete über Professionelle Wetterkarten das vorhergesagte Wetter und die Wetterlage der letzten Tage und ermittelte mir mit hilfe des Wetterdienstes GANZ GENAU den richtigen Tag. als ich dann den Tag verschieben musste, war dies mit leichten Problemen verbunden, jedoch stellte sich nach genauer Recherche herraus, dass das Wetter auch hier mit 96%iger Wahrscheinlichkeit passen wird. Somit wagte ich gut Informiert und Ausgestattet meine Begehung des Höllentals auf die Zugspitze.

Bericht der Tour folgt die Tage! Macht euch auf viele witzige Situationen gefasst!

Leider überschattet den Tag der Zustand meines Vaters. Ihm ging es leider nicht so gut, versicherte mir jedoch das es noch geht. Heute redeten wir ein wenig mehr darüber und ich merkte, dass es keinen Sinn mehr macht Morgen noch aufs Oktoberfest zu gehen. Daher drängte ich darauf, dass wir Morgen Heim fahren, woraufhin mein Vater nachgab und wir nun morgen wirklich nach Hause fahren und er dann am Freitag ganz unbeschwert Morgens zum Doktor gehen kann.

Gruß

André

Das Kloster Andechs

Der Tag sollte um 5:30 beginnen, und das tat er auch. Ich machte mich fertig und Packte meine Sachen. Doch dann stellte ich fest, dass mein Klettergurt nicht da ist. nach heftigem Suchen und Nachdenken über Alternativen entschied ich mich Heute doch nicht auf die Zugspitze zu gehen und mir noch einen Klattergurt zu besorgen, da es mir zu gefährlich war einen aus Bandschlingen geschusterten, dünnen Gurt zu nutzen.

Also ging Peter wieder Schlafen und ich suchte den nächsten Fachhändler im Internet. Dieser war in München und machte um 9:30 auf. Nach abschätzung der Optionen beschloss ich mit dem auto hin zu fahren. Daraufhin setzte ich mich mit einem Buch in die Morgensonne und wartete bis ich losfahren konnte. Mein neuer Gurt ist ein Mammut Alpine Light. Er ist wirklich extrem leicht und durch die Verschlüsse sehr leicht an zu Ziehen. Eine perfekte Ergänzung zu einem normalen Sitzgurt, da man ihn einfach zumachen kann, ohne in ihn einsteigen zu müssen.

Zuhause wieder angekommen hatte Peter zwei geräucherte Renken, eine lokale Lachsart, gekauft und ich hatte noch Brot mit gebracht. Nach dem Mittagessen machte ich noch ein wenig Sport und dann haben wir gemütlich in der Ferienwohnung den Nachmittag verbracht.

heute Abend fuhren wir dann noch ins Kloster Andechs. Es war sehr schön, nur das Essen war so lala. Anschließend gings wieder nach Hause und gleich sehr früh ins Bett. Morgen ist nun wirklich der Große Tag. Wünscht mir Glück, dass ich es noch rechtzeitig zur letzten Bahn hoch schaffe.

Im Salzbergwerk Bergdesgaden, am Königssee und auf dem Jenner

Heute waren wir in Bergdesgarden. Zuerst ging es auf Salzzeitreise ins Salzbergwerk Bergdesgaden. Das Salzbergwerk ist sehr schön und interessant gestaltet worden für Groß und Klein. Es gibt Rutschen, eine Laserschow eine Floßfahrt über einen unterirdischen See uvm. für ältere besonders interessant ist, dass man selbst keine Höhenmeter überwinden muss, da man nach unten rutscht und hoch gefahren wird.

Anschließend haben wir uns den Königssee angesehen und uns schnell zum Jenner auf gemacht, da Seilbahnen bekanntlich früh schließen.

Die Seilbahnfahrt war schön und man musste in der mittleren Station nicht umsteigen sondern wurde direkt weiter geschickt. Oben bot sich ein herrlicher Ausblick. Während Peter an der Hütte blieb machte ich die letzten Meter Aufstieg zum Gipfelkreuz. Unten Aßen wir dann zu Abend und fuhren heimwärts. Auf dem Heimweg haben wir uns noch schlimm verfahren, aber nun sind wir zu Hause.

Die KZ-Gedenkstädte Dachau und das Olympische Dorf München

Heute Morgen gings zuerst nach Dachau. die KZ-Gedenkstätte war extrem einfach zu finden und zu erreichen. Ich möchte es mir ersparen viel darüber zu schreiben, da ich finde dass sich jeder über Geschichte seine eigene Meinung bilden muss, jedoch ist speziell das Krematorium sehr eindrucksstark. Ich denke mal die Bilder sprechen für sich.

Anschließend ging es dann ins Olympische Dorf. Dort habe ich zuersteinmal in den Außenanlagen am See hoffentlich sehr schöne Aufnahmen der Enten und Gänse gemacht. Genaueres werde ich wissen wenn ich die Mittelformatfilme endlich entwickeln lassen kann. Danach fuhren wir mit 7m/s oder 25,2km/h auf den Olympiaturm und erfreuten uns einer gigantischen Aussicht über München.

Ich ging dann noch eine Runde über das Gelende und gesellte mich dann zu meinem Vater in ein kleines Kaffee. Danach gins wieder in die Stadt zum Donisl zum Abendessen, da es dort ja recht günstig und gut war. (besser als noch was zu kochen zu besorgen, da wir das gestern versäumt hatten)

Auch wenn der Text heute recht knapp aus fiel hoffe ich gefallen euch zumindest die Bilder.

Das Deutsche Museum München

Heute gings nach München. Zuerst stand das Deutsche Museum auf dem Plan. Ich habe darauf verzichtet Bilder von exponaten online zu stellen, da sich meiner Meinung nach jeder die Zeit nehmen sollte sich das Museum einmal an zu sehen und sich selbst ein Bild zu machen. Die Ausstellungen sind riesig und äußerst detailreich. wir waren von 10:00 bis 17:00 im Museum und haben die Führung mit gemacht. Geschätzt, schafften wir es gerade einmal die Hälfte des Museums zu besuchen. An großartiges verweilen bei Interessanten Gebieten war kaum zu denken. Die Physikalischen ausstellungen sind so riesig, dass ich schätze, dass man ca. alleine eine Woche im Museum verbringen muss um sich alles rund um Physik einmal angesehen zu haben.

Anschließend gingen wir noch ein wenig durch die Stadt, aßen im Donisl zu abend und waren noch ein wenig einkaufen. schließlich sind wir gegen 21:00 Heim gefahren. Für Morgen haben wir beschlossen uns Dachau an zu sehen, auf den Olympiaturm zu fahren und ein wenig kreuz und quer durch die Stadt zu fahren.

Bis Morgen

André